Montag, 28. Mai 2012

„Haus zur gewesenen Zeit“




Monika Stahel ist eine leidenschaftliche Sammlerin. Vor über zwanzig Jahren füllte ihre Leidenschaft für Kleider und Alltagsgegenstände aus vergangener Zeit nur zwei Koffer.
Mittlerweile  sind ihre „Kostbarkeiten aus der Jahrhundertwende“ zu einer grossen Sammlung herangewachsen. Im „Haus zur gewesenen Zeit“ wohnt und arbeitet Monika Stahel. Damit ihre Schätze nicht nur betrachtet sondern getragen und benutzt werden können, beschloss Stahel sie nicht in einem Museum verstauben zu lassen, sondern an einem Ort aufzubewahren, an dem sie für jedermann zugänglich sind.

In ihrem Kostümverleih kann man sich von Kopf bis Fuss mit Kleidungsstücken aus den Jahren 1900 bis 1970 eindecken. Denn Stahel‘s Fundus reicht von Smokings, Unterröcken, Pelerinen, Ballschuhen über Sonnenbrillen, Tabakpfeifen, Opernguckern bis zu Fotoapparaten und Haarteilen. Jedes Stück kann gegen einen Entschädigung mehrere Tage ausgeliehen werden.




Stilvoller Räumungsverkauf

Eine weitere Gelegenheit in den Genuss von Kleidern, Schuhen, Hüten, Accessoires und zahlreicher Weisswäsche und Spitzen zu kommen, bietet der Räumungsverkauf mitten in der Altstadt Schaffhausens. Während vier Tagen bietet sich die einmalige Gelegenheit diverse Stücke der 20er, 40er und 60er Jahre aus Stahel’s Fundus zu ergattern.

     Räumungsverkauf:  Donnerstag 07.07.12 bis Montag 11.07.12
                                        Jeweils 09.00-11.00 und 17.00-19.00
     Gegenüber des historischen Haus zum Ritter, Vordergasse 63 in Schaffhausen







Montag, 21. Mai 2012

Zuckergussrosa und Bonbonblau


Alle Jahre wieder werden neue Farben, Schnitte und Formen zum absoluten Trend des Jahres erkoren. Auch wenn jeder weiss, dass es nichts nicht schon einmal gab – wir schreiben schliesslich das Jahr 2012 – schaffen es Designer und Modemagazine jedes Jahr wieder einen absoluten Hipe zu starten.
Schon letztes Jahr versuchten sie uns bonbonfarbene Pastelltöne schmackhaft zu machen. Doch erst dieses Jahr begannen genug renommierte Designer beliebte Basic-Naturtöne wie Grau, Beige oder Nude durch Pastellfarben zu ersetzen, um damit Aufsehen zu erregen.

Da die altbekannten Pastellfarben fast zu altbacken sind um als Vintage durchzugehen, wurden sehr kreative Namen, wie Zitronengelb, Mintgrün, Himmelblau, Zuckergussrosa, Pfirsicheis oder Blasstürkis erfunden, um ihre Image aufzufrischen.




Da obengenannte Farben auch unter den Namen Babyblau, -rosa, -gelb oder -grün bekannt sind, rate ich jedem der über 10 Jahre alt und über 1.50 cm gross ist, davon ab sich von Kopf bis Fuss in Pastellfarben zu hüllen. Jedem der nicht mit Modelfigur, Modelfrisur oder Modeljob gesegnet ist oder bei einem Modehaus wie Chanel und Dior arbeitet, empfehle ich höchstens EIN Pastellfarbenes Kleidungsstück oder Accessoire zu tragen, wenn er sich vor totaler Dunkelheit auf die Strasse begeben will. Am besten kombiniert mit allen möglichen, starken Kontrastfarben.

Ich selbst habe letztes Jahr eine unschöne Bekanntschaft mit einem apricot-farbenen Kleid gemacht, von dem ich überzeugt war, alle Blicke auf mich zu ziehen. Als ich mich im Spiegel der Umkleide betrachtete hätte ich glatt schreien können – es hätte nur noch der Schnuller gefehlt und ich hätte in diesem Outfit an die Fasnacht gehen können.

Daher : Finger weg von zu viel Pastell! Und darauf hoffen, dass eine Bekannte noch dieses Jahr ein Baby bekommt!

Montag, 14. Mai 2012

100 Jahre Grafik aus und in der Schweiz

Ferienwerbung aus 1936


„Wer hat‘s erfunden?“

Wir geben es ja zu!
Wir Schweizer haben Grafik als Gestaltungsmittel zwar nicht erfunden, sie jedoch durchaus geprägt. Noch heute hält die Schweiz auf dem Grafikmarkt eine Pionier-Stellung. Nicht nur in der Schweiz selbst ist die Arbeit einiger hochkarätigen Grafiker und Grafikerinnen gefragt. Doch ist sie vor allem aus der Schweizer Öffentlichkeit und vielen Kindheitserinnerungen nicht mehr wegzudenken. Dazu gehören beispielsweise das SBB-Logo, die Bahnhofs-Informationstafeln, die Toni-Jogurt-, Cynar- oder Pepita-Reklameplakate, Figuren wie Globi und das Knorrli-Männli, die alten Züri-Zoo-Piktogramme oder auch die gepunkteten ABM-Plastiktaschen.


Werbung aus 1962


Anlässlich des hundert jährigen Jubiläums der „Schweizer Grafik“ ist es angebracht die erschaffenen Kunstwerke und ihre Schaffer gebührend zu feiern. Im Museum für Gestaltung in Zürich ist aus den vielen gut erhaltenen Werken, eine sehr umfängliche Ausstellung auf die Beine gestellt worden. Vor allem Werbe-, Party- und Ausstellungs-Plakate, in chronologischer Reihenfolge angeordnet, bilden den roten Faden der Ausstellung. Daneben wird eine grosse Auswahl an Kurzfilmen, Zeichnungen, Skizzen, Büchern, Partyflyern und Leuchtschriften gezeigt.

Toni Jogurt - Plakat aus 1982



Entführung in eine hundertjährige Zeitreise
Durch die vielen dokumentarischen Anschauungsmittel wird man durch eine kleine Zeitreise der Schweizer Grafik-Geschichte geschleust. Gut mit zu verfolgen sind dadurch unter anderem die technischen Fortschritte im Grafikbereich. Beispielsweise die Wandlung von illustrativen Plakaten zu reinen Grafiken, in den 60er Jahren, die verstärkte Stellung der Typografie, in den 70er Jahren, oder auch die zunehmende Digitalisierung seit der Jahrhundertwende. Natürlich wird auch stark sichtbar, wie sich vor allem Werbungen und Informations-Systeme, dem immer rasanter werdenden Wandel der Gesellschaft anpassen müssen, um die breite Masse anzusprechend respektive zeitgenössisch zu bleiben.
Leider ist die Ausstellung etwas fad gestaltet und lädt optisch nicht wirklich zum Verweilen ein. Die zwei interaktiven Installationen am Ende der Ausstellung, sind daher eine gelungene Abwechslung. An zwei Maschinen können einerseits eigene Kassenbons, mit nostalgischen Werbeanzeigen kreiert werden, während man mit der anderen Maschine eigene Werbeslogans auf einem A2-Plakat erstellen kann, welche durch ein Lochmuster-Verfahren  erstellt werden. Das gratis Souvenir ist auf jeden Fall ein Pluspunkt!




Dienstag, 8. Mai 2012

„Wie Es Mir Passt“



Michi ist eine selbsternannte Fashionista, hervorragende Wetterfee und bevorzugte Nörglerin. Am liebsten redet sie mit viel Witz und Hang zum Sarkasmus über die wesentlichen Alltagstugenden, wie schlechten Geschmack, schlechtsitzende Kleidung, üble Gerüche oder schlechtes Wetter.

 


Seit 2002 schreiben Chloe Quigley und Daniel Pollock im Namen von Michi für ihren Blogg und halten somit ihre Freunde und Fans über die neusten Fashion- Fauxpas, Wettereinstürze und Muttertags-Geschenke auf dem Laufenden. 2008 gaben die zwei Australier, mit Wohnsitz Melbourne, das Buch „Like I give a frock“ heraus. Welches im 2012 endlich endlich als deutsche Übersetzung mit dem sinnigen Titel „Wie es mir passt – Ansagen einer Fashionista“ heraus gegeben wurde.



Die super kreativen, schönen und witzigen Illustrationen lieferte die australische Illustratorin Kat Macleod. Sie lassen Michis lustige, wirre und ironische Gedankengänge, Schlussfolgerungen wie auch Erklärungen zum Leben erwachen und füllen die zahlreichen Seiten des Buches mit frischfröhlichen, kunterbunten Farben.




Auch wenn das Buch eigentlich nicht wirklich Wissen vermittelt, ist es doch eine Bereicherung für jedes sonnige Gemüt und ein absolutes Lesevergnügen. Das Buch nicht in einem Zug zu lesen ist schwierig, denn nach jeder Seite will man mehr vom süchtig machenden Michi-Lesestoff.
Ihre direkten, kernigen Sprüche wie „Konfuzius sagt: Schäme dich nicht für deine Fehler, denn so machst du sie zu Verbrechen. Michi sagt: Straussenleder ist ein Verbrechen. Unbedingt dafür Schämen!“ oder „Sie sind mager wie ein Filetstak. Mit anderen Worten, Sie werden die erste sein, auf die sich die Haifische stürzen. Geschieht Ihnen ganz recht, sie Streber!“, werden mir immer in Erinnerung bleiben.
Der Satz „Senf steht einfach niemandem - Es sei denn, er ist ein Würstchen“, muss eindeutig in die Geschichtsbücher eingehen!



Ich hoffe sehr, dass wir uns für die Übersetzung ihres neusten Buches mit dem englischen Titel: „What on earth are you wearing?“, welches als das einzig wahre Mode-Lexikon gehandelt wird, nicht auch vier Jahre gedulden müssen.

Dienstag, 1. Mai 2012

Der häusliche Schaufensterbummel

Kleid von free people

Wir alle kennen diese aussichtslose Situation. Es ist Samstagnachmittag, der einzige freie Tag der Woche, also auch der einzige mögliche Tag für einen Einkaufsbummel. Doch wenn man dieses Unternehmen nicht um 9 Uhr in der Früh oder bei strömendem Regen in Anlauf nimmt, muss man sich darauf gefasst machen, dass einem unmenschliche Qualen bevorstehen.


Sommerkleid von La redoute

Man schleppt sich durch überfüllte Läden; findet in den durchwühlten Auslagen nie die passende Grösse; steht sich vor der Umkleide die Füsse wund; muss dann natürlich noch die Hälfte, der erkämpften Ware, der kaltschnäuzigen Garderoben-Aufseherin abgeben - da man viel zu viele Teile dabei hat und scheinbar überall als potenzielle, hinterlistige Diebin gilt; muss sich entscheiden ob die eigenen Kleider oder die noch neuen auf dem Kabinenboden landen müssen - da zu wenig Kleiderstangen oder Hacken vorhanden sind; probiert sich schwitzend und schnaufend auf den höchstens zwei Quadratmeter grossen Boden so zu drehen, dass man die Hose auch von hinten betrachten kann - um am Ende fest zu stellen, dass man die eigentlich passend zu den neuen hohen Pumps aussuchen wollte, welche man aber natürlich nicht dabei hat, da man sonst nach einem Shoppingtag mit geschwollenen, blutigen, blasigen Füssen nach Hause gekrochen wäre.
Der einfachste Ausweg aus dieser Miesere nennt sich: „Online-Shopping“.


Outfit von j.crew

Die Liste der Vorteile des virtuellen Einkaufsbummel ist lang;
Man kann es zu jeder Tages- und Nachtzeit tun, voraussichtlich ein funktionstüchtiger, vernetzter Computer ist in Greifnähe. In aller Ruhe können Kleider und Accessoires, ohne beklemmenden Platzmangel, zu Hause anprobiert werden. Die eigene Garderobe ist in Reichweite und die mühsame Frage nach der eventuell passenden oder nicht passenden Kombination löst sich in Luft auf. Zudem ist eine kleine Bedenkzeit vor einem Kauf, durch die meist humanen Rückgabe-Fristen, inbegriffen. Die Chance auf einen stressbedingten Fehlkauf schrumpft so auf einen winzigen Prozentsatz.
  
Spitzenkleid von free people
Die einzigen Nachteile bilden die Portokosten, die eventuell anfallenden Kosten beim Retournieren einer Bestellung oder die Wartezeit bis zum Eintreffen der Ware. Doch nun mal ehrlich, das Zugbillet in die Stadt oder die Benutzung der städtischen Parkhäuser sind auch nicht gratis.
Zuletzt sollte noch erwähnt werden, dass der Online-Markt sich kontinuierlich vergrössert und verbessert. Dadurch auch vielseitiger und günstiger wird.

Mantel und Minnikleid von La redoute

Meine persönlichen Favoriten im Web, mit Versand in die Schweiz :
       · Jcrew.com
       · La redoute.ch
· Kolibrishop.com
· freepeople.com
· The gloss.ch

Viel Spass beim Testen!


Outfits von The Gloss